Halberstadt CL.IV
Nieuport 28 C1
Gladiator Mk.I
D.H.98 Mosquito FBMk.VI
Piper J3
Mister Mulligan
Robin 2160 Acro
Brewster Buffalo
Douglas Skystreak
Morane Saulnier N
Stinson A1 Trimotor
Tigercat F7F
XF5U-1

Am Bautisch bei Hansjörg....

Historisches zum Original:


Mitte der 1930er Jahre entstand bei De Havilland in England die Idee einen Bomber zu bauen, der so schnell und so hoch fliegen konnte, dass er keine Defensivbewaffnung benötigen würde. Ein Bomber also, der sämtliche gegnerischen Jagdflugzeuge „abhängen“ konnte und auch selbst keinen Jagdschutz benötigen würde. Am 5. Oktober 1939 machte sich ein Konstruktionsteam um den D.H. Chefkonstrukteur R.E. Bishop in dem abgelegenen Herrensitz „Salisbury Hall“ unweit des D.H. Werkes Hatfield an die Arbeit. Neben dem Landsitz entstand ein als landwirtschaftlicher Schuppen getarnter Hangar in welchem der Prototyp mit der Nummer W 4050 gebaut wurde. Mittlerweile war der 2. Weltkrieg ausgebrochen und Leichtmetalle wie sie beim Flugzeugbau damals fast ausschließlich verwendet wurden, waren knapp. Aus diesem Grund und aus Gründen der Gewichtsersparnis konstruierte Bishop das Flugzeug zur Gänze in Sperrholz-Balsa Bauweise. Der Prototyp wurde nach Fertigstellung wieder zerlegt und ins nahe Hatfield transportiert. Von hier startete er unter Führung von Geoffrey De Havilland jnr. und mit John Walker als Navigator am 25. November 1940 zum Erstflug. Mit 2 Rolls Royce Merlin 21 Motoren von je 1230 PS erreichte das Flugzeug eine Geschwindigkeit von 616 km/h und eine Gipfelhöhe von 32000 ft. Während des 2. Weltkrieges wurden in England, Kanada und Australien 7781 Mosquitos für alle nur erdenklichen Einsatzzwecke gebaut.
Bei dem Modell das ich nachbaue handelt es sich um die Jagdbomberversion (FB = Fighter Bomber). Von der Bombervariante unterscheidet sich dieses Flugzeug durch die schwere, nach vorne feuernde Bewaffnung von 4 MGs Cal .303 und 4- 20mm Maschinenkanonen. Dadurch entfällt der gläserne Rumpfbug für den Navigator/Bombenschützen. Weitere Merkmale sind der verkürzte Bombenschacht und Motoren vom Typ Merlin 25 (1635 PS- ohne Höhenlader) welche eine unterschiedliche Motorverkleidung aufweisen, sowie eine geänderte Cockpithaube mit gerader Windschutzscheibe.
Das Modell.

Nach umfangreichen Recherchen, darunter einer Reise nach England, konnte ich im Herbst 2008 mit dem Bau beginnen. Als Basis verwende ich einen vergrößerten (Spannweite = 3200 mm) und vielfach abgeänderten Plan von Brian Taylor sowie eine 5-Seitenzeichnung des Originalflugzeuges. Den Rumpf, der einen ovalen Querschnitt aufweist, habe ich in Halbschalen- Bauweise aufgebaut. An Materialien kommen, wie auch beim Original Balsa- und Sperrholz zum Einsatz. Spanten und Rippen habe ich zum Großteil aus leichtem, 3-4 mm Pappelsperrholz geschnitten. Für sphärisch geformte Teile (im Original aus Aluminiumblech) verwende ich „Roofmate“ das sehr leicht ist und in der Folge mit Glasseide beschichtet wird. Konsequente Leichtbauweise ist erforderlich und speziell im hinteren Rumpfbereich kommt es auf jedes Gramm an, da durch den langen Rumpf, die richtige Schwerpunktlage nur schwer zu erreichen ist. Die Einziehfahrwerke und Räder (Vorbildgetreu kann man diese Dinge ohnehin nicht kaufen) fertige ich selbst, wobei ich das Spornradfahrwerk bereits fertiggestellt habe. Als Antriebe kommen 2 Stk. LASER 180 Viertaktmotoren zum Einsatz, die sich recht gut in die Motorgondeln einbauen lassen.